RICHARD KAPLENIG - changing views

Ein Kunstprojekt der KAPSCH-Gruppe



2007 gewann Richard Kaplenig den KAPSCH-Preis. 2009 erhielten im Rahmen der Kapsch-Kunstförderung 3 ehemalige Preisträger die Möglichkeit als Artist in residence in einem Land ihrer Wahl zu arbeiten. Neben Mario Dalpra/Indien und Martin Brausewetter/Brasilien entschied sich Richard Kaplenig für einen viermonatigen Aufenthalt in Bueno Aires.

www.kaplenig.com/images/0902kapsch.pdf 

K08 führte seit Februar eine Korrespondenz per Mail mit dem Künstler.

1.Februar 2009
Hola,
bin gut angekommen, flug war ganz ok. hab mehr oder weniger den ganzen verschlafen........die stadt ist ein wahnsinn...
hast du schon skype? wenn ja, mail mir bitte deinen skype namen. sobald es neuigkeiten gibt, melde ich mich. ab morgen beginnt die ateliersuche.....
lg aus dem heißen südamerika
richard


9.Februar 2009
Hi Richard! Hast du dein Atelier schon bezogen, oder wohnst Du immer noch im Hotel?


Hab ein recht schönes Atelier gefunden und werd demnächst mit der Arbeit beginnen. Momentan hält mich noch einiges davon ab......
Hast schon Skype?
Saludos y hasta la proxima ves
Richard

10. Februar 2009
NEIN! Skype habe ich noch nicht, ich habe erst gestern wieder meinen Apple von der Reparatur bekommen und werde mich dann darum kümmern. Wie sieht dein Atelier aus? Was ist mit der Stadt? Ist es schön dort?
Liebe Grüße Silvie


Liebe Silvie,
die ersten Eindrücke der Stadt sind einfach überwältigend.Abgesehen von den Dimensionen wird es hier wohl einiges zu entdecken geben. Buenos Aires ist ein Ort voller Kontraste, wie ich ihn vorher nicht gekannt habe. Pulsierend, die alten Viertel leicht dekadent, Reichtum und Armut extrem nebeneinander, traumhafte Gegensätze in der Architektur .....usw. In der kurzen Zeit, in der ich jetzt hier bin, hat mich die ciudad federal, so heißt der Kern der Stadt, sehr beeindruckt. Diese Art von Kontrasten liebe ich und sie kommt meiner Arbeit  entgegen....  Es ist ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen und ich würde jedem Unterkärntner mal raten, sich das anzuschauen.... ich schick dir im Anhang mal ein paar Impressionen mit und auch die Atelieransicht.
Viel Spaß heute bei der Eröffnung und laß mir alle recht schön grüssen
Saludos nach Wien
Richard



Lieber Richard!
Du das Atelier sieht super aus, gut mit der Galerie, da kann man sich schon einleben. Wenn du so erzählst bekomme ich gleich Fernweh.
Bei uns ist jetzt der totale Schneeregen in Wien und es ist eiskalt.
Ich bin schon gespannt wie die Eindrücke der Architektur in deinen  Bildern verarbeitest. Also ich schicke Dir viele viele Schneeflocken und lasse hier alle von Dir grüßen. Silvie.

23.Februar 09
Liebe Silvie,
ich hoffe, es geht euch gut.
Bei mir hier ist alles bestens. Hab jetzt endlich das Atelier soweit fertig und am Samstag ist auch schon die erste Materiallieferung eingetrudelt. Es funktioniert soweit alles, wie ich es mir vorgestellt habe. Sprachlich geht es ganz gut voran, das Argentinische unterscheidet sich doch um einiges vom Spanischen. Bin diesbezüglich aber sehr ehrgeizig und versuche so täglich zwei Stunden zu lernen. Zusätzlich wieder eine neue Sprache zu erlernen ist einer der vielen Vorteile, die dieses Projekt mit sich bringt.
Gestern hab ich mir das Museum für moderne argentinische Kunst angesehen, sehr interessant.....in der Auslage des Shops war gleich riesengroß eine Bruno Gironcoli mit einem Bildband vertreten. Bis auf die alten wie Schiele und Klimt konnte ich nicht viel aus Österreich entdecken. Brus ausgenommen, der war auch vertreten.
Habe bisher nur recherchiert (....was auch immer.....) und fotografiert. Es gibt so vieles interessantes hier, zeitweise kenn ich mich gar nicht mehr aus. Von den Armenvierteln in der Peripherie bis hin zum versnobten Bezirk Recolata..... Ich hätte mir nie gedacht, daß eine Stadt so facettenreich sein kann.

Also dann
Hasta luego
Richard

3. März 2009
Liebe Silvie,
hoffe, es geht euch allen gut.

hier wieder mal ein Kurzbericht aus Buenos Aires....
Bei mir nehmen die Dinge schön langsam ihren Lauf. Hier ist alles bestens, hatte heute einen Termin mit einem Galeristen.
Superschöne, große und ganz neue Galerie. Hab am Samstag zufällig seine Frau kennengelernt. Eine gestandene ältere Dame mit
deutsch/österreichischen Wurzeln. Sie hat sich sehr gefreut, nach etwa drei Jahren wieder einmal deutsch sprechen zu können. Ihr Mann war von meiner Arbeit sehr angetan, wenn alles klappt will er im Mai eine Ausstellung mit mir in der Galerie machen... schau ma mal....  

Am Freitag treff ich mich mit zwei Kritikern und einer Journalistin, die für immer wieder für die Galerie arbeiten. Meine Art von Malerei findet hier recht großen Zuspruch, hab eine Nachbarin die Glaskünstlerin ist, auch sie zeigt sich begeistert. Europäische Kunst scheint in den Privatgalerien sehr gefragt zu sein, zumindest was ich bis jetzt mitbekommen habe.

Mußte die gelieferten Leinwände wieder zurückbringen da sie viel zu dünn waren, kann mich aber nicht aus der Ruhe bringen. Mach zur Zeit daher nur Kleinformate. Ich hab das Gefühl, daß es eine ganz interessante Serie wird. Wenn die ersten wirklich fertig sind, schick ich dir Fotos. Das arbeiten hier macht mir große Freude, ich hab endlich mal Zeit für das Wesentliche, nur wenn das mit der Ausstellung was wird, fangen auch hier schon wieder die Termine an.... kann aber nicht schaden, sonst würden wir ja aus der Übung kommen.

Anbei noch ein paar Impressionen von meiner unmittelbaren Umgebung hier....Richard
.



11. März 2009

Lieber Richard,
Ich war am Freitag in Graz, da ich über Fritz Ruprechter einen Vortrag im Museum der Wahrnehmung gehalten habe und dann bin ich weiter nach Cormons via Villach. Hast du meinen sonnigen Gruß mit “deinem” verschneiten Mittagskogel erhalten? In Cormons hatte es dann warme 17 Grad und ich bin dann noch weiter nach Dujino ans Meer. Es war total fein. Ich habe schon ein wenig den Frühling gerochen. in Graz habe ich eine Ausstellung von Osvaldo Romberg gesehen, ein gebürtiger Argentinier, direkt in Buenos Aires geboren und der altehrwürdige Spiegelsaal war voll argentinischer Tangomusik zu der auf Videowalls Plastikpuppen tanzten. . “Theater of Transparency" nennt sich die Videoinstallation. Drei Videos, die der Künstler in den letzten Jahren produziert hat, stehen dabei im Zentrum des Geschehens, dazu die Protagonisten der Videos, Puppen bzw. Marionetten aus durchsichtigem Plexiglas. Durch die Lichtführung und die sehr spezielle Raumsituation war das schon ganz gut. Was tut sich mit Deiner Option einer Galerieausstellung in Argentina. He melde dich und schreib ein Mail nach Good old Europa.
Liebe Grüße Silvie


12. März 2009

Liebe Silvie,
schön von dir zu hören. Mir geht es hier weiterhin sehr gut. Es ist ein ziemlich bewegtes Leben..... was mir so alles widerfährt. Gestern hab ich einen älteren Maler aus Buenos Aires kennengelernt. Er ist im 38er Jahr als elfjähriger hierhergekommen. Er wurde 1927 in Berlin geboren und die restliche Geschichte kennen wir eh. Ein gewisser Peter Sussmann, macht gute expressionistische Bilder, alte Schule. Wir haben uns dann sehr lange unterhalten, er hat mir seine höchst interessante Lebensgeschichte erzählt und nächste Woche bin ich in seinem Atelier eingeladen. Sein Sohn ist übrigens ein sehr bekannter Musiker in Südamerika. Sprich.. ein Star, die Gruppe nennt sich "LAS PELOTAS" und haben etwa hier den Stellenwert wie die Toten Hosen bei uns. Herr Sussmann war so nett und hat die Übersetzungen für die Galerie hier gemacht. Die Ausstellung ist am 8. Mai, bin sehr happy darüber da es wirklich eine sehr schöne Galerie ist. Eine Einzelausstellung in dieser kurzen Zeit auf die Füße zu stellen ist schon eine tolle Sache. Vor allem hab ich niemand gekannt. Es war ein netter Zufall...

Hab morgen einen Termin mit einer Redakteurin vom heimischen Fernsehsender "deutsche Welle" Es ist ein Sender im südamerikanischen Raum für deutschsprachige. Hat der Galerist eingefädelt. Vielleicht drehen sie nicht nur bei der Ausstellung sondern auch im Atelier.
Die Arbeit geht ganz gut voran, im Anhang wieder einmal ein Foto vom Atelier. Jetzt hab ich es endlich so eingerichtet, wie es mir paßt. Wenn die ersten großen Bilder fertig sind, laß ich dir gern ein paar Fotos zukommen.



Mittlerweile hab ich eine sehr sympathische Privat-spanisch-Lehrerin..... Auch mit der Sprache geht's schön langsam bergauf, aber zäh....
Das Foto vom verschneiten Mittagskogel hab ich zum Glück nicht bekommen, bin sowas von weit weg was Winter betrifft, man glaubt es nicht.

Hab mich über dein Mail sehr gefreut.
Hasta luego y saludos de Buenos Aires
Richard


Hallo Richard!
Danke für dein ausführliches Mail, das Atelier sieht  sehr fein aus. Ich freue mich sehr, dass Du eine schöne Ausstellung in Buenos  Aires bekommst, dann werden wir gleich eine Arbeit von Dir in der K08 Website  im Mai zum Kunstwerk des Monats machen, was hälst du davon?

Der Termin mit Hrn. Sussmann klingt interessant! Auch  deine Spanisch-Lehrerin........... Von ihr gibt es kein Foto?  
Also da ich kein Spanisch kann, außer das Wort Guten Appetit und das  ist ja gerade nicht passend, muss ich Dich einfach so grüßen lassen. Bis bald! Hast Du Fotos von der Galerie?
Silvie


14. März 2009
Liebe Silvie,
anbei ein paar fotos von der Galerie. Es gibt einen schönen großen Raum für Skulpturen und vier weitere für Bilder.... und eines von einer Arbeit... ok, und mir.....
Hasta luego
Richard













Hallo Richard!
Die Galerie ist schön und besonders toll finde ich dein Bild, (ich meine deine Arbeit, die du mir per Mail geschickt hast.
Ich bin wirklich gespannt was noch alles kommt, was bis jetzt da ist ist molto molto bueno..... finde ich fein mit dem Gelb, was bedeuten die Nummern? Silvie  




15. März 2009
Hallo Silvie,
Es freut mich sehr, daß dir meine neuen Arbeiten gefallen. Wie immer konzentrier ich mich hier auf das, was mir in der Stadt auffällt, was ich vorfinde. Ich schick dir das Bild noch einmal als größere Datei und du wirst sehen das ich unter anderem Stadtpläne, U-Bahn und Buslinien (die hier ein Wahnsinn sind) mit verarbeite. Die quadratischen Formate haben mit der Einteilung der Stadt zu tun. Hier sagt man nicht-- z.B. fünf Strassen weiter sondern fünf quadres weiter. Buenos Aires wurde ja mehr oder weniger am Reißbrett entworfen. Natürlich fließen noch sehr viele andere Eindrücke mit in die Arbeit ein. Das leicht morbide in den älteren Stadtteilen mag ich besonders. Es erinnert mich sehr an Venedig.
Heute ist die Sommerzeit zu Ende gegangen, so beträgt der Zeitunterschied jetzt vier Stunden.
Das Wetter ist nach wie vor traumhaft, ab und zu Regen der wirklich gut tut.
Freu mich sehr auf die Ausstellung hier, hab mir dadurch wieder mal zusätzlich Druck aufgehalst.....

Wünsch dir alles Liebe und schöne Grüsse aus Buenos Aires
Richard


26. März 2009

Liebe Silvie,
Hab mich auf der K08 Seite wiederfinden können, freut mich.
Wie geht es dir im fernen Austria?
Bei mir läuft  weiterhin alles bestens, bis auf eine kleine Magenverstimmung. Werd mir doch einen Whisky ins Atelier stellen......
Anbei wieder mal ein paar Fotos.
Im Atelier schaut`s schön langsam nach Arbeit aus.......Ich unter Rodin`s Denker......naja.....
Die strickende Dame.

Weiters war ich am Sonntag mit 30.000 "Verschwundenen" und hunderttausenden Menschen am Plaza de Mayo vereint. Es war ganz einfach gesagt ein ergreifendes Erlebnis, daß ich nicht so schnell vergessen werde. Hier auch ein paar Eindrücke zum 34. Jahrestages des Militärputsches.

Saludos und muchos gracias
Richard





27. März 2009

Lieber Richard!
bin in Eile, daher nur kurz. Dieses Fest musst Du mir näher erklären?


Liebe Silvie,
Kundgebung, kein Fest,......
Am 24. März 1976 putschten die argentinischen Streitkräfte gegen die Regierung. In den darauffolgenden sieben Jahren fand in Argentinien eines der größten Massaker Südamerikas statt.  Verschiedene Militärjuntas ermordeten in dieser Zeit ca. 30000 Menschen, großteils Künstler, Schauspieler, Rechtsanwälte, Schriftsteller...( Man nennt sie hier die Verschwundenen).. die meisten der linken Opposition angehörend. Viele dieser Fälle sind bis heute nicht aufgeklärt.  
So findet jährlich, am 24. März, zwischen Plaza Congreso und Plaza de Mayo diese Gedenkkundgebung statt.Die Angehörigen tragen Fotos der Opfer und auf einer endlos lang scheinenden Fahne, sind tausende Portraits angebracht.
Dazu noch ein paar Fotos anbei.
Liebe Grüße
Richard


2. April. 2009
Hallo Silvie,
ich will es nicht wirklich wahrhaben, daß die erste Halbzeit meines Argentinienaufenthaltes schon vorbei sein soll. Dennoch, wenn ich auf die vergangenen zwei Monate zurückblicke, überkommt mich ein unbeschreibliches Gefühl der Zufriedenheit. Eine so facettenreiche Metropole wie Buenos Aires hab ich vorher nicht gekannt.
Noch einmal möchte ich die extremen Kontraste, welche ich hier vorfinde, erwähnen. Sie kommen meiner Arbeit sehr entgegen und da ich selbst voller solcher bin, liebe ich sie.......
Die Architektur hier fasziniert mich weiterhin, das Gefühl für gutes Design haben sicher die Italiener mitgebracht.
Weiters das Glück mit dem Atelier hier, eine Glaskünstlerin gleich nebenan, ein Architekt, ein Bühnenbildner und eine Schauspielerin als weitere Nachbarn in den loftartigen Habitaciones. Was will man mehr. Die anfänglichen Schwierigkeiten mit der Materialbeschaffung haben sich auch gelegt und irgendwie lernt man ja dann, mit weniger auszukommen.
Die vielen neuen Erfahrungen, die ich hier bisher machen durfte, werden sich ohne Zweifel in meiner zukünftigen Arbeit wiederfinden. Die überaus freundliche und hilfsbereite Bevölkerung von Buenos Aires wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich möchte auf keine Einzelheiten eingehen, sonst werd ich heute nicht mehr fertig. Auch den Vorteil, eine Sprache im Land zu lernen, nütze ich.
Einige sehr interessante Bekanntschaften, die ich hier machte, möchte ich nicht missen. Fast jeder, vorallem aber die älteren Leute mit denen ich ins Gespräch kam, wissen eine Einwanderer- bzw. Flüchtlingsgeschichte zu erzählen. Sehr viele haben natürlich deutsche od. europäische Wurzeln. Von der argentinischen Urbevölkerung bekommt man in Buenos Aires leider nicht viel mit. Ich habe mir hier vorgenommen, nicht gezielt Geschichten zu suchen, die fallen mir zu.... Das macht es besonders spannend.
Den Unterschied zwischen arm und reich spürt man hier extrem stark. Mit einer einzigen Buslinie (152) fährt man durch versnobte nordamerikanisierte Stadtteile bis hin zu den Armenvierteln von Boca und weiter.....  Unvorstellbar.
Die Paranoia, die großteils in Europa über südamerikanische Städte verbreitet wird, kann ich nicht bestätigen. Es ist hier, wie überall auf der Welt......
und mir gefällt`s besonders gut!!

Meine eigentliche Arbeit hier geht gut voran. Für einige Bilder kann ich mich sogar loben.

Saludos nach Austria aus dem mir mittlerweile sehr vertrautem Buenos Aires
Richard

9. April 2009
Liebe  Silvie,
wie geht`s, bist du wieder in Wien?
Hoffe, alles  bestens...
Wie war die Eröffnung in Nötsch? Der Artikel von E.  Hirtenfelder in der Kl. Zeitung hat mir gut gefallen.

Hab  gestern kurz mit Mario telefoniert, er ist wieder gut gelandet und schon  fleißig am kurbeln. Ein Profi durch und durch....
Bei mir läuft es ganz  gut. Bin mit der Vorbereitung der Ausstellung beschäftigt, die  Räumlichkeiten sind doch größer als gedacht.
Anbei noch ein  paar Fotos von einem wunderschönen Domingo de ramos (Palmsonntag) in Buenos  Aires...
Ich wünsch dir frohe Ostern
alles Liebe und schöne Grüße an  alle......
Richard  


Lieber Richard,
Ja bin wieder in Wien gelandet und nun ist auch bei uns endlich Frühling. Die Eröffnung in Nötsch war sehr nett. Es waren viele Leute da.
Mit Christian Eder und Judith Baum entwickle ich gerade eine neue Buchidee die mir sehr viel Spaß machen würde, hoffe wir können dies irgendwie finanzieren. Bald haben wir Buchpräsentation unserer ersten Publikation in der edition dispositiv.


13.4.2009
Lieber Richard!
Wie geht es Dir? Bei uns ist es nun endlich auch warm und Wien war am Samstag die heißeste Stadt Europas!
Noch vor spanischen, italienischen u.a. Städten. Wer hätte das gedacht? Sonst verbringe ich Ostern recht blutrünstig
und nahe an der österreichischen Geschichte mit Franz Grillparzers Ottokars Glück und Ende. Das viele Theaterblut
kündigt Ottokars Ende an und das Glück des Rudolphs. Am Schluss steht ein Michael Maertens als Rudolph von Habsburg
auf der Bühne mit Designermantel und Anzug uns zeigt seinem Sohn sein Reich. Martin Kusejs Inszenierung in der am Schluss die Wiener Sängerknaben  in die Berg bin i gern intonieren ist sehr eindrucksvoll.
Gestern war letzte Vorstellung und die Kinder gingen glücklich bepackt mit Schokohasen und Eiern von dannen.  

Wie geht es mit deinen Ausstellungsvorbereitungen. Hast du gehört, dass der Pritzker Preis an den Architekten Zumthor geht und am 29. Mai in Buenos Aires überreicht wird?
Liebe Grüße Silvie



15.4.2009
Hola Silvie,
danke, mir geht es sehr gut. Die Osterfeiertage waren auch hier sehr angenehm, etwas ruhiger als deine in Wien.... Obwohl schon eine Weile Herbst haben wir immer noch hochsommerliche Temperaturen. BsAs war voll mit Touristen, jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt und ich kann mich erneut ganz meiner Arbeit widmen. Mit den Ausstellungsvorbereitungen bin ich ziemlich eingeteilt, schaut aber schon ganz gut aus. Ich hab ja noch zwei Wochen Zeit......
Die Tage werden schön langsam immer kürzer, ein seltsames Gefühl im April.......

Hast du Beppo Bliem gekannt? Der Vater von Karin Bliem, er war Maler und lebte in St. Jakob im Rosental. Er ist leider auch verstorben. Ein herzensguter, hilfsbereiter Mensch und ein guter Künstler..... Um ihn tut es mir sehr leid.

Vom Pritzker-Preis hab ich gelesen. Der 29. Mai ist genau der Tag meiner Abreise...... leider

Alles Liebe Richard.

16.4.2009
HOLA RICHARD ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG!!!!!!

22.4.2009
Liebe Silvie,
vielen Dank für deine Geburtstagswünsche. Ab einem gewissen Alter trennt sich einfach Happy und Birthday.... trifft aber bei mir noch nicht zu...
Anbei die Einladung zu meiner Ausstellung . Vielleicht kannst ja doch noch schnell einen Flug buchen und vorbeischauen.....
Hasta Luego
Richard





25.4.2009
Hola
Danke für die Information zu Deiner Buchpräsentation im Wiener Künstlerhaus

nur kurz, bitte nimm dir die 5min zeit, zahlt sich aus.. http://vimeo.com/moogaloop.swf ?clip_id=2539741
saludos und schönes wochenende
Richard
Ps.:
hier wird es immer skurriler mit den vorbereitungen zur ausstellung, ich war  gestern bei einer radiosendung live zugeschaltet und hab über meinen aufenthalt und die ausstellung in BsAs gesprochen..... hat die galerie organisiert. ziemlich unterhaltsam und lustig. halb spanisch und keine ahnung.... italenischenglischdeutsch...
die bilder hab ich fertig dafür.
morgen fahr ich nach uruguay.
Richard

30. April 2009
Hallo Silvie,

schon ein Weilchen nichts mehr von dir gehört. wie geht es dir?
Hab heute die Bilder gehängt und morgen ist die Eröffnung. die kulturbeauftragte der österreichischen Botschaft hält die Ansprache. Ich laß mich überraschen. Anbei schon mal ein paar Fotos der muestra, vom Event selber schick ich dir demnächst noch einige.

alles liebe
Richard





Lieber Richard,
es tut mir Leid, ich war jetzt viel unterwegs vor allem in Kärnten und bin
jetzt zwar wieder ein paar Tage in Wien. Jetzt werde ich Deine Ausstellung mit den Bildern einmal ansehen und dann auf die Webpage stellen Du wie war es in Uruguay? Hast  du auch ein wenig vom Land Argentinien gesehen und wie ist es dort.  Die größten und allerdenklichen Erfolgswünschen für die Eröffnung Deiner Ausstellung.


2. Mai 2009
Liebe Silvie,
schön, von dir zu hören. Wie ich sehe, verläuft dein Leben weiterhin sehr arbeitsintensiv.

Mein Uruguayaufenthalt war sehr kurz, bin nur einen Tag nach Colonia gefahren, eine sehr schöne Stadt mit historischem Hintergrund am Rio de la Plata.
Leider werde ich nicht viel zum Reisen kommen, ich hab hier in Buenos Aires noch so viel zu erledigen, es wird zeitlich eh schon sehr knapp.....

Die Ausstellungseröffnung in der Galerie Palermo H war mehr als erfolgreich. Frau Alice Todesca von der österreichischen Botschaft, zuständig unter anderem für Kulturangelegenheiten, hielt eine sehr schöne Ansprache in der sich mich als wichtigen Exporteur hiesiger Stadtimpressionen beschrieb.Weiters hat sie auch das Kapsch Projekt "Chanching Views" lobenswert erwähnt. Herr Gerhard Mayer, Ministro Consejero, ebenfalls von der österreichischen Botschaft, war auch vertreten. El mundo es de verdad un pueblo...... die Welt ist wirklich ein Dorf.... so lernte ich an diesem Abend auch Fr. Schmidt kennen, sie war ebenfalls bei der Ausstellung, gebürtige Gailtalerin aus Nötsch, Freundin von Helga Druml und Cousine einer sehr guten Freundin von mir. Mein Fernsehinterview auf spanisch werden wir uns mal gemeinsam auf CD anschauen........( wenn wir schlecht drauf sind, das heitert uns dann sicher auf....)
Die Bilder haben sehr großen Anklang gefunden, so wurde ich von Herrn Piazza, der Galerist, am 20. Mai zu einer Teilnahme an einer Kunstmesse hier eingeladen. Auch hat sich eine zweite Galerie bei mir gemeldet, mußte ich aber dankend ablehnen. Es wird dann in dieser kurzen Zeit einfach zuviel.
Anbei noch ein paar Fotos.

Liebe Grüße nach Wien
besos
Richard