04.06.2011 - 26.06.2011

pH6

KOROSKA GALERIJA LIKOVNIH UMETNOSTI



Eine künstlerische Begegnung zwischen Österreich, Kroatien und Slowenien

Dare BIRSA, Danino BOZIC, Mario DALPRA,
Richard KAPLENIG, Dusan KIRBIS, Manfred MÖRTH




Die Ausstellungsidee entstand durch aus einer Initiative der aus Kärnten stammenden Künstler Richard Kaplenig, Manfred Mörth und den beiden slowenischen Künstlern Dare Birsa und Dusan Kirbis während eines Symposions in Kroatien. Aus der bereits mehrfach erprobten Begegnung dieser Künstler entstand eine interessante Gegenüberstellung zwischen sehr unterschiedlichen Positionen. Noch zu sehen bis 26. Juni im neu renovierten Museum von Slovenj Gradec.

An der Schnittstelle zwischen Abstraktion und Gestalt
ph6 eine künstlerische Begegnung

Auszug aus dem Katalogtext:
Das Bedürfnis, der Wirklichkeit Gestalt zu verleihen, ist so alt wie die Kunst selbst. In der abendländischen Kunstgeschichte ist es die Renaissance, die das antike Ideal von der illusionistischen Darstellung wieder aufgegriffen hat und es damit zum zentralen Gebot der Kunst machte, das bis heute nachwirkt. Seit dem Aufkommen jener Kunstströmung im 19. Jahrhundert ist die Kunst des Realismus jedoch den vielfältigsten Umdeutungen und Bedeutungsverschiebungen unterworfen gewesen, so dass in der zeitgenössischen Malerei äußerst heterogene Ausformungen zu beobachten sind. So entspricht in der zeitgenössische Kunst der Realismus kaum mehr einem restlos entzifferbaren System, in der das Sichtbare vollkommen mit dem Lesbaren übereinstimmt. Beim Betrachten der wirklichkeitsnahen Darstellungen wird vielmehr deutlich, dass es weder ausschließlich um das visuelle Erkennen dessen, was gezeigt wird, gehen kann, noch allein um die lückenlose Entschlüsselung eines Bildinhalts, dessen Wirklichkeit oft außerhalb des Bildes liegt. In diesem Spannungsfeld zwischen einer selbstreferentiellen Malerei in der die Natur nur noch die Rolle eines Assoziationsfeldes bildet und der Darstellung bildhafter Motive stehen auch die Positionen der Ausstellung. Gesehenes, Stimmungen, der Alltag oder die Natur bilden Archetypen eines Formenrepertoires, das sich die Künstler als Auslöser für eine künstlerische Umsetzung auf der Leinwand in Gedanken abrufen. Ihre Bilder zeigen die Motive jedoch jenseits eines literarischen oder dokumentarischen Blickwinkels und übersetzen sie in ein abstraktes Formenrepertoire.
(Silvie Aigner)











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