02.03.2010 - 27.03.2010
RICHARD KAPLENIG
Derzeit sind die Arbeiten von Richard Kaplenig in 2 Ausstellung zu sehen.
Sowohl in der Wiener Galerie Atrium ed Arte als ab 3.3. 2010 in Zell am See in der Hotelgalerie art1493 in Zell am See.

Die Galerie Atrium ed Arte eröffnete am Donnerstag, dem 25. Februar 2010 um 19 Uhr die Ausstellung der kroatischen Künstlerin ANA Elizabet und des Kärntner Künstlers Richard Kaplenig.
Die Ausstellung ist bis 27. März 2010 zu sehen.
Die gebürtige Kroatin ANA hat in Wien bei Bruno Gironcoli Bildhauerei studiert und befasst sich seit Jahren mit dem Phänomen öffentlicher Raum, weit über die Platzierung eines bildhauerischen Werkstückes hinaus, so auch bei aktuellen Gestaltungen in Zagreb. Die Kulmination von Raum in der gefassten Form der Skulptur, das Erleben des Volumens, gestaltet ANA eindringlich und unverkennbar. Das Organische als Passform immer präsent, zeichnet sich die formal kühne Arbeit durch ihre präzise, aber dabei nie unpoetische Realisierung aus. Als verdoppeltes Volumen in schwungvoller Linie aus lackiertem Holz wirft die raumgreifende Arbeit „Kulpstur“ den Betrachter auf die reine Form zurück. Der Bruch in der phonetischen Lautfolge ist Teil einer Benennungsstrategie, der Widersprüchliches synthetisch vereint.
Richard Kaplenig arbeitet zumeist in mehrteiligen Formaten, die in der Farbe, im Motiv und in der Formensprache miteinander korrespondieren. Diese entstehen oft als geschlossene Werkserien, die einen bestimmten Zeitraum umfassen, in denen sich der Künstler auf Symposien oder auf Reisen befindet. Kaplenig geht dabei auf jene Materialien und Farben ein, die ihm an diesem Ort und zu dieser Zeit zur Verfügung stehen. 2009 entstanden während eines mehrmonatigen Aufenthaltes in Buenos Aires neuen Arbeiten, die ein stärkeres Eingehen auf architektonische Details zeigen. War bisher die Malerei Kaplenigs hauptsächlich abstrakt, in der nur ab zu reale Details eingearbeitet wurden, weicht diese nun einem größeren Realismus. Dieser prägt auch seine aktuellen Kompositionen, die eine Auseinandersetzung mit Orten aus Kroatien und Slowenien zeigen und damit auch eine Verbindung zu den Skulpturen der kroatischen Bildhauerin ANA herstellen. Der Malerei geht eine fotografische Spurensuche voraus, die in der Folge auf die Leinwand übersetzt wird. Doch geht es Richard Kaplenig nicht um eine dokumentarische Darstellung, sondern um das Erfassen allgemeiner, urbaner Phänomene. Das Städtische wird hinter der repräsentativen Fassade gezeigt bzw. werden auch bestimmte Themen vermittelt, wie durch den slowenischen Ort Jesenice, der nahe an der österreichischen Grenze liegt. Die Grenze bzw. die Grenzlinie ist ein immer wiederkehrendes Motiv in seinem Werk, bedingt auch durch seine biographischen Wurzeln. Richard Kaplenig, aufgewachsen in Kärnten, an der Grenze zu Italien, lebt und arbeitet heute in Faak am See, in einem sprachlichen und geografischen Dreiländereck. Die Grenzlinie ist daher in seinen Bildern immer wieder präsent auch in einer metaphorischen Übersetzung, die weit über das Thema einer nationalen Grenze hinausgeht. Doch stärker als früher wird nun die Architektur zum formalen Motiv, das im Spiel zwischen realen Motiv und reiner Fläche ungewöhnliche Einblicke in den urbanen Raum gewährt.
Sowohl in der Wiener Galerie Atrium ed Arte als ab 3.3. 2010 in Zell am See in der Hotelgalerie art1493 in Zell am See.
Die Galerie Atrium ed Arte eröffnete am Donnerstag, dem 25. Februar 2010 um 19 Uhr die Ausstellung der kroatischen Künstlerin ANA Elizabet und des Kärntner Künstlers Richard Kaplenig.
Die Ausstellung ist bis 27. März 2010 zu sehen.
Die gebürtige Kroatin ANA hat in Wien bei Bruno Gironcoli Bildhauerei studiert und befasst sich seit Jahren mit dem Phänomen öffentlicher Raum, weit über die Platzierung eines bildhauerischen Werkstückes hinaus, so auch bei aktuellen Gestaltungen in Zagreb. Die Kulmination von Raum in der gefassten Form der Skulptur, das Erleben des Volumens, gestaltet ANA eindringlich und unverkennbar. Das Organische als Passform immer präsent, zeichnet sich die formal kühne Arbeit durch ihre präzise, aber dabei nie unpoetische Realisierung aus. Als verdoppeltes Volumen in schwungvoller Linie aus lackiertem Holz wirft die raumgreifende Arbeit „Kulpstur“ den Betrachter auf die reine Form zurück. Der Bruch in der phonetischen Lautfolge ist Teil einer Benennungsstrategie, der Widersprüchliches synthetisch vereint.
Richard Kaplenig arbeitet zumeist in mehrteiligen Formaten, die in der Farbe, im Motiv und in der Formensprache miteinander korrespondieren. Diese entstehen oft als geschlossene Werkserien, die einen bestimmten Zeitraum umfassen, in denen sich der Künstler auf Symposien oder auf Reisen befindet. Kaplenig geht dabei auf jene Materialien und Farben ein, die ihm an diesem Ort und zu dieser Zeit zur Verfügung stehen. 2009 entstanden während eines mehrmonatigen Aufenthaltes in Buenos Aires neuen Arbeiten, die ein stärkeres Eingehen auf architektonische Details zeigen. War bisher die Malerei Kaplenigs hauptsächlich abstrakt, in der nur ab zu reale Details eingearbeitet wurden, weicht diese nun einem größeren Realismus. Dieser prägt auch seine aktuellen Kompositionen, die eine Auseinandersetzung mit Orten aus Kroatien und Slowenien zeigen und damit auch eine Verbindung zu den Skulpturen der kroatischen Bildhauerin ANA herstellen. Der Malerei geht eine fotografische Spurensuche voraus, die in der Folge auf die Leinwand übersetzt wird. Doch geht es Richard Kaplenig nicht um eine dokumentarische Darstellung, sondern um das Erfassen allgemeiner, urbaner Phänomene. Das Städtische wird hinter der repräsentativen Fassade gezeigt bzw. werden auch bestimmte Themen vermittelt, wie durch den slowenischen Ort Jesenice, der nahe an der österreichischen Grenze liegt. Die Grenze bzw. die Grenzlinie ist ein immer wiederkehrendes Motiv in seinem Werk, bedingt auch durch seine biographischen Wurzeln. Richard Kaplenig, aufgewachsen in Kärnten, an der Grenze zu Italien, lebt und arbeitet heute in Faak am See, in einem sprachlichen und geografischen Dreiländereck. Die Grenzlinie ist daher in seinen Bildern immer wieder präsent auch in einer metaphorischen Übersetzung, die weit über das Thema einer nationalen Grenze hinausgeht. Doch stärker als früher wird nun die Architektur zum formalen Motiv, das im Spiel zwischen realen Motiv und reiner Fläche ungewöhnliche Einblicke in den urbanen Raum gewährt.



