kunstbiotope

Verwaltungszentrum Klagenfurt


im Rahmen der K08-Nachhaltigkeitsprojekte

Mießtalerstrasse 1/9020 Klagenfurt

Unter dem Titel Kunstbiotope bespielen die beiden Kuratorinnen Silvie Aigner (dispositiv art consult) und Ulli Sturm (Kunstbüro Sturm) im Rahmen der K08-Nachhaltigkeitsprojekte die beiden Atrien des neuen Verwaltungszentrums in Klagenfurt. Diese bieten durch ihre besondere Ausstattung mit Wasser, Holz und Pflanzen vielfältige Möglichkeiten einer künstlerischen Intervention. Zweimal im Jahr lädt Kunstbiotope zwei KünstlerInnen ein, ihre Installationen direkt vor Ort zu entwickeln. Dabei soll der bereits in der Ausstellung K08 Kunst aus Kärnten von 1945 bis heute (Kuratorin Silvie Aigner), aus dem dieses Projekte hervorging, wichtige Transfer künstlerischer Positionen von Innen und Außen angesprochen werden. So werden jeweils ein aus Kärnten stammender Künstler oder eine Künstlerin und ein österreichischer Künstler, eine Künstlerin aus einem anderen Bundesland die Atrien bespielen. Den Anfang machen Barbara Bernsteiner  und Markus Hofer     TEXT BARBARA BERNSTEINER  (847,73 kB)
TEXT MARKUS HOFER (91,00 kB)

AB 18. NOV. NEUBESPIELUNG DER ATRIEN





Ab 18. November 2009 werden die neuen Installationen in den Atrien der Kunstbiotope eröffnet. Die beiden KünstlerInnen Lukas M. Hüller (WIEN) und Birgit Knoechl (KTN) haben neuen Objekte für die beiden Atrien des Neuen Verwaltungszentrums in Klagenfurt entwickelt. Wie schon in der ersten Paarung wurde bewusst auch eine Begegnung zwischen einem/r aus Kärnten stammenden Künstlerin mit einem KünstlerIn und einem/r KünstlerIn aus einem anderen österreichischen Bundesland hergestellt. Dies garantiert einen Gedankenaustausch und eine erhöhte Aufmerksamkeit der Aktivitäten Kärntens im Bereich zeitgenössischer Kunst auch über die Region hinaus. Beide KünstlerInnen waren bereits in Kärnten in wichtige Ausstellungen einbezogen. Neben Präsentationen in der Galerie3 und dem BA_CA Preis der Galerie, bespielte Birgit Knoechl im Vorjahr im Rahmen der Großausstellung K08 Kunst aus Kärnten von 1945 bis heute einen Raum der Alpen Adria Galerie. Die großformatigen Fotografien von Lukas M. Hüller sind derzeit in der Ausstellung des MMKK Zeitgenössische Fotografie. Neue Positionen aus Österreich zu sehen.

LUKAS M. HÜLLER
Der in Wien geborene heute international agierende Fotokünstler Lukas M. Hüller studierte von 1989 bis 1995 an der  "Ecole Nationale Superieure des Arts Visuels de la Cambre", in Brüssel du lebt und arbeite heute vorwiegend . in ganz Europa. In Kuba entstanden zahlreiche Fotoarbeiten mit den berühmten MusikerInnen des Buena Vista Social Clubs. Für den Verbund fotografierte er die Draukraftwerke und machte großformatige Fotoarbeiten der Landschaften des Drautals. Im Verwaltungszentrum stellt Lukas M. Hüller den Paradiesgarten der Hölle gegenüber und zeigt zwei divergierende Fantasiewelten. Die beiden Arbeiten stammen aus der vor zwei Jahren fertiggestellten Serie zu den 7 Todsünden, wo der Künstler ein Setting mit vielen SchauspielerInnen entwickelte um die Todsünden auch in Anlehnung an die Motivik der Kunstgeschichte wie etwa in den Bildern von Hieronymus Bosch darzustellen. Seine großformatigen Arbeiten sind mittels Rotations-kamera gemacht. Eine Kamera die sich langsam in einem Kreis von 360 Grad dreht und dadurch ungewöhnliche Momente in der Fotografie einschließt und vielseitige Blicke auf Menschen, Landschaften und Ereignisse zulässt. "Das Spiel mit der Zeit" interessiert mich, erklärt Hüller, der "nicht den Moment, sondern die Zeitspanne" abbilden will.

BIRGIT KNOECHL
Papier und das Medium der Tuschezeichnung bilden die Ausgangsbasis für die raumgreifenden Installationen der aus Kärnten stammenden Birgit Knoechl ebenso das künstlerische Verfahren des Papierschnitts. Birgit Knoechls Interesse gilt vor allem der Möglichkeit, dadurch die Linie der Zeichnung tatsächlich in den Raum zu erweitern. Das Papier als zweidimensionaler Bildgrund verlagert sich zum Kunstwerk aus schwarzem Kunststoff im Verwaltungszentrum Klagenfurt. In ihren Arbeit assoziiert sie das Wachstum anhand von Formen die sie aus der Biologie entnimmt. Zum Teil geben die mikroskopische Aufnahmen Kleinstwesen oder zellen in bizarren und geometrischen Formen frei. Diese Bilder bilden die Basis von Birgit Knoechls Objekten, in denen man Strukturen und Formen des Vegetabilen erkennen kann. Das Wuchern und Wachsen der schwarzen Pflanzenformen im Atrium der Kunstbiotope kontrastierte mit der natürlichen Bepflanzung der Halle wie sie diese jedoch auch aufnimmt und in den Raum weiterentwickelt.














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